Ebenfalls gestern übergaben die Quiltfrauen Andelfingen dem Rosengarten einen wunderschönen Quilt.
Ein Quilt (engl. quilt „Steppdecke“, „steppen“) ist eine vielseitig verwendbare, Decke die aus mindestens zwei, in der Regel aus drei Lagen besteht. Oben liegt die Schauseite auch Top genannt, die Zwischenlage bildet ein wärmendes Vlies aus Wolle, Baumwolle, Seide oder Synthetik. Die Rückseite oder die Unterseite besteht zumeist aus einer Stoffbahn. Diese drei Lagen werden mit groben Heftstichen oder Sicherheitsnadeln gegen ein Verschieben während der weiteren Bearbeitung fixiert.
Von China ausgehend waren Quiltstoffe im gesamten Orient verbreitet. Kreuzritter nutzten den Stoff für Unterhemden, die sie unter der Rüstung trugen, und brachten die Kunst des Quiltens nach Europa. Eine starke Kältewelle im 14. Jahrhundert in England führte zu einer weiten Verbreitung von Quilts in Form von Kleidung, Decken und Wandteppichen.
Die frühen amerikanischen Siedler, die mit kleinsten Stoffstücken arbeiten mussten, führten das Quilten gemeinsam mit dem Patchwork zu einer in einigen Gegenden (z. B. bei den Amish) heute noch gepflegten handwerklichen Kunstform. Das gemeinsame Arbeiten der Siedlerfrauen bei Quilting Bees war ein wichtiges soziales Ereignis, bei dem die vorbereiteten Patchworkstücke gemeinsam zu Quilts verarbeitet wurden und Neuigkeiten und Geschichten ausgetauscht wurden. Je nach Region entstanden verschiedene Stile für die Quilts, die als Bettdecke oder Wandbehang häufig das einzige Schmuckstück in den kargen Blockhütten waren.
Die Quiltfrauen Andelfingen arbeiteten 1 ½ Jahre am gestern überreichten Schmuckstück. Der fröhliche, farbige Quilt erfreut in der Cafeteria das Auge und lädt mit vielen Details zu genauem Hinsehen ein.
HERZLICHEN DANK!
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